Prof. Eva Geiblinger ist Vorstandsvorsitzende von Transparency International-Austrian Chapter (TI), einer weltweiten Nichtregierungsorganisation, die sich dem globalen Kampf gegen Korruption verschrieben hat. Sie betont, wie wichtig in allen Bereichen, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor, der Mut zum aufrechten Gang ist. Die heutige Pressekonferenz fokussiert die Intransparenz im Management.
Laut Prof. Dr. Georg Turnheim, geschäftsführender Gesellschafter von HILL-AMC „beginnt der Fisch am Kopf zu stinken…“ Wenn den Eigentümern selbst Management-Kompetenz fehlt, so werden sowohl Aufsichtsrats- als auch Vorstandsbesetzungen meist intransparent und suboptimal getroffen. Damit sind wirtschaftliche Katastrophen speziell im staatsnahen Bereich oft vorprogrammiert.
Dr. Hill, Gründer und CEO von HILL International meint, dass gerade die Ausschreibung von Spitzenposten in öffentlichen Medien zu fordern ist und die Auswahlprozedur objektiv und nachvollziehbar zu machen ist. Nur so kann die Bevölkerung darauf vertrauen, dass nicht bereits politisch vorbestimmte, aber nicht perfekt geeignete Kandidaten (meist sind es prominente Männer) zum Zug kommen.
Auch der Einsatz von internationalen Headhuntern ist eine fragwürdige Praxis, weil immer wieder die gleichen Personen aus Promi-Netzwerken durch die wichtigen, hoch bezahlten Super-Posten rotiert werden und andere Top-Leistungsträger so chancenlos bleiben. Diese Ansichten teilt auch Dr. Gert Ahrer, Wirtschaftsmediator und ehem. HR-Direktor von BP: „Die süßesten Früchte kriegen nur die größten Tiere“.